Sustainability Engineering
Ziel Klimaneutralität: Jeder Beitrag zählt – Kreislaufwirtschaft
Die Stadt St. Gallen hat sich mit ihrem Energiekonzept ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es nicht nur technische Lösungen, sondern eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, insbesondere mit den produzierenden Unternehmen auf dem Stadtgebiet.
Die Stadt St. Gallen möchte gezielt die Ressourceneffizienz von Produktionsprozessen der ansässigen Unternehmen fördern, um Emissionen zu senken, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig Innovationspotenziale freizusetzen. Denn, ressourcenschonende Produktion ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern ein strategischer Wettbewerbsvorteil.
Das Amt für Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen hat deshalb Markus Baffy beauftragt, ansässige Unternehmen zu befragen. Ziel ist es, Ihre konkreten Herausforderungen und Bedürfnisse zu verstehen und darauf aufbauend gemeinsam Massnahmen zu entwickeln, die praxisnah, wirksam und möglichst wirtschaftlich sind.
Wir von Swiss Engineering Sektion St.Gallen unterstützen diese Initiative und stellen unsere Website für den Fragebogen zur Verfügung. Wir wollen aktiv am Ziel Klimaneutralität mitarbeiten. Bei Fragen steht ihnen gerne Markus Baffy zur Verfügung.
Umfrage der Stadt St. Gallen
Die effiziente Nutzung von Materialien und die Gestaltung geschlossener Kreisläufe gewinnen in Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
Steigende Rohstoffpreise, komplexe Lieferketten und neue regulatorische Anforderungen machen es notwendig, Materialflüsse besser zu verstehen
und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig eröffnen moderne Rückgewinnungs- und Recyclingverfahren neue Chancen, Ressourcen zu schonen und Prozesse resilienter zu machen.
Dieser Fragebogen soll eine grobe Übersicht über die Input- und Outputmaterialien geben.
Materialströme Fragebogen
Hier finden sie eine Erklärung der verwendeten Begriffe
- Open Loop Recovery: Materialien oder Produkte werden nach ihrer Nutzung zwar zurückgewonnen (z. B. recycelt), aber nicht zwingend im gleichen Produkt- oder Branchenkreislauf wiederverwendet. Ein Beispiel wäre Kunststoff, der aus Altteilen gewonnen und anschließend in einer anderen Industrie eingesetzt wird. Der Stoff bleibt im Wirtschaftssystem, wechselt aber den „Loop“.
- Closed Loop Recovery: Hier werden Materialien so zurückgeführt, dass sie wieder im gleichen Produktkreislauf landen. Typisch ist das Recycling von Aluminiumdosen zu neuen Dosen oder die Aufbereitung von Bauteilen für dasselbe Produktsystem. Ziel ist ein möglichst geschlossener Kreislauf mit minimalem Qualitätsverlust und geringem Bedarf an Primärrohstoffen.
- State of the Art Technology: Bezeichnet den aktuellen Stand der Technik, also Verfahren und Technologien, die nach heutigem Wissensstand als besonders effizient, zuverlässig und praxiserprobt gelten. Im Kontext von Kreislaufwirtschaft umfasst dies z. B. moderne Sortier-, Recycling- oder Aufbereitungstechnologien, die hohe Rückgewinnungsraten und gute Materialqualität ermöglichen.
- Reverse Logistics (Rückwärtslogistik): Umfasst alle logistischen Prozesse vom Kunden zurück zum Unternehmen oder zu spezialisierten Dienstleistern: Sammlung, Rücktransport, Sortierung, Prüfung und ggf. Demontage von Produkten oder Materialien. Reverse Logistics ist die Voraussetzung dafür, dass Open oder Closed Loop Recovery überhaupt umgesetzt werden kann, weil sie die physische Rückführung der Güter organisiert.
Ihr Ansprechspartner
Markus Baffy
- Breitfeldstrasse 13, 9015 St. Gallen
- m.baffy@se-sg.ch
- +41 71 220 92 50